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Pleyels Instrumente sind das non plus ultra*

Pleyel ca. 1850, Paris Foto: Suzanne Schwiertz

Pleyel ca. 1850, Paris
Foto: Suzanne Schwiertz

*”Pleyels Instrumente sind das non plus ultra”, Frédéric Chopin, 1831

Zur neuen CD Piano works by Clara & Robert Schumann:
"[…] Den Rahmen des Albums stecken die Sonate für Klavier in g-moll von Clara Schumann und diejenige ebenfalls in g-moll von ihrem Robert ab. Auf einem Pleyel Flügel aus dem Jahr 1855 (Chopin besaß ein baugleiches Instrument) hat Margarita Höhenrieder die CD in einem privaten Salon in der Schweiz eingespielt. Mir gefallen besonders der trotz aller romantischen Grundierung und der großen weltumspannenden emotionalen Geste klare Anschlag und die ausbalancierten, nichtsdestoweniger prononcierten dynamischen Kontraste. Der gewählte Aufnahmeort – im Vergleich zu modernen Konzertsälen ein sehr kleiner Raum – tut das seinige, um bei aller Opulenz des Klangs die Intimität, den Witz, den Gefühlsüberschwang und -abschwung, das Irrlichternde der Stücke optimal zur Geltung zu bringen.

Charme und Eleganz sind Markenzeichen der in München lebenden Pianistin, die mit erzählerischer Kraft und technischer Bravour in das Universum des berühmten Ehepaars taucht. […]

Clara Schumanns Sonate in g-moll, deren 1. und dritten Satz Clara Robert nicht nur zu Weihnachten 1841 einfach schenkte, sondern ihm damit auch eine „recht zarte“ Überraschung und wir nehmen an große Freude bereitete, sind so wie ihre „Trois Romances“ Op. 11 als lyrische Liebeserklärungen zu begreifen. Als Vierzehnjährige lernte Clara den 23-jährigen Robert kennen, mit 16 gab es den ersten Kuss. Und der muss es wohl in sich gehabt haben. Was Leidenschaft und Anspruch anlangt, so steht Robert Schumanns Sonate in g-moll in Nichts an Intensität dem späteren Schwesternwerk Claras nach.

Beim im ersten Satz schon jazzige Rhythmen vorwegnehmenden revolutionären Stück kann Margarita Höhenrieder zeigen, was sie alles drauf hat. Und das was wir vernehmen ist enorm. Die berühmte Pianistin hat ihren eigenen Tonfall der Romantik und vollführt einen pianistischen Parforceritt an Tempo und virtuoser Dichte. Pianistische Sonderklasse und ein weiterer schöner „Beleg“ der inventorischen Verschränkung der beiden in großer Liebe einander verbundenen Künsterherzen Clara und Robert.”

Dr. Ingobert Waltenberger: Online Merker, Die internationale Kulturplattform, 14.09.2019

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New CD: Piano Works by Clara & Robert Schumann

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Nach nur wenigen Tönen auf diesem außergewöhnlich schönen Pleyel-Flügel in Kellinghusen, nördlich von Hamburg, in einer Sammlung von Eric Feller, konnte ich eintauchen in ein anderes Jahrhundert. Dieser Hammerflügel wurde um 1855 in Paris gebaut und fachgerecht mit historischen Materialien und Methoden restauriert. Es ist absolut baugleich mit dem Instrument, welches F. Chopin besaß, und von typisch französischer Eleganz –im Klang wie auch in der Optik und spiegelt den Geist der romantischen Epoche wider. Außerdem gibt er ein authentisches Klangzeugnis der Instrumente, die u.a. F. Chopin, Robert und Clara Schumann spielten.

Claras Vater, Friedrich Wieck, schenkte seiner Tochter einen in Wien gebauten Streicher-Flügel. Mir persönlich schien aber gerade der Pleyel das ideale Instrument, um die pianistisch höchst anspruchsvollen Werke von Robert und Clara Schumann sowohl so authentisch wie möglich als auch pianistisch so präzise wie möglich zu interpretieren.

Das ständige Streben der heutigen Musikwelt nach immer größeren und vielseitigeren Instrumenten und architektonisch und akustisch anspruchsvollen Auditorien führte dazu, dass ich nach einem überzeugend authentischen Klang für Kompositionen suchte, die etwa in der Zeit von 1830-1840 entstanden sind, aber auch nach einem geeigneten Aufführungsort suchte – vergleichbar mit einem Salon aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und anders als die heutigen Konzertsäle.

Margarita Höhenrieder

Hier: CD hören und kaufen

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Beethoven Piano Concerto No. 4

Ludwig van Beethoven: Piano Concerto No. 4 in G Major, Op. 58

Margarita Höhenrieder, piano
Bamberger Symphoniker
Martin Haselböck, conductor

Recorded live at Konzerthalle Bamberg

(c) 2018 EMO

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Konzert Bamberger Symphoniker

"[…] denn was Margarita Höhenrieder aus Beethovens viertem Klavierkonzert hervorzauberte, konnte überzeugen. Die Münchner Pianistin ist seit Langem eine feste Größe im deutschen Tastengewerbe und besticht durch Virtuosität und Klangfarbenspiel wie durch ihre Souveränität im Zusammenspiel mit dem Orchester. In den Diskantpartien des Kopfsatzes sucht sie nach Pianissimo-Feinheiten, der Bass ist sehr markant, im Andante gibt sie sich grüblerisch. Nach dem nahtlosen Attacca-Übergang zum rasanten Finalrondo ist pure Brillanz angesagt. [...]”

Martin Köhl, Fränkischer Tag, 15.10.2018

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Fotos: Marian Lenhard

Fotos: Marian Lenhard

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Harald-Genzmer-Interpretations-Wettbewerb 2018

Klavier solo

16. Oktober| Hochschule für Musik und Theater München

Die Preisträger stehen fest:

Zwei 1. Preise
Magdalena Haubs und Yinghua Huang

2. Preis
Kathrin Isabelle Klein

Zwei 3. Preise
Hyunjin Lim und Riccardo Gagliardi

Jury
Prof. Margarita Höhenrieder, Prof. Markus Bellheim, Prof. Dr. Bernd Redmann und Stefan Conradi (Harald-Genzmer-Stiftung)

Veranstalter
Harald-Genzmer-Stiftung in Verbindung mit der Hochschule für Musik und Theater München

Weitere Infos:
Harald-Genzmer-Stiftung
Hochschule für Musik und Theater München

Foto: Hochschule für Musik und Theater München

Foto: Hochschule für Musik und Theater München

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Konzert Stadttheater Lindau

22. September | Stadttheater Lindau | An der Kalkhütte 1 | 10 Uhr
Matinée "20 Jahre Hospiz Haus Brög zum Engel"
Feier mit Empfang, Benefizkonzert mit Margarita Höhenrieder und Julius Berger
Festvortrag (Professor Stein Husebö)

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