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Margarita Höhenrieder

Rezensionen

Trägheit überwunden - Interview mit der Pianistin Margarita Höhenrieder

(...) Ist es für einen Musiker nicht schwer, dauernd unter dem Druck zu stehen, eine neue Sichtweise, eine neue Interpretation zu präsentieren?
Man muß sehr kreativ sein, um neue Aspekte zu finden. Aber, um Celibidache zu zitieren: Ein allgemeingültiges Musikstück gibt es nicht, es entsteht immer wieder neu. Ich sehe das auch so. Natürlich besteht die Gefahr, daß sich Routine einschleicht. Als Interpretin muß ich alte Muster, alte Gefühle in den Hintergrund stellen. Den Moment, an dem ich sage, ich kenne das Stück, gibt es nicht. Es ist ein permanentes Suchen. (...)

Ein Kind kann das Leben eines Menschen nachhaltig ändern. Beeinflußt es auch Ihre Arbeit als Künstlerin?
Ja. Die völlig neue Komponente, die ein Kind ins Leben bringt, bezieht sich auch auf mein Verhältnis zur Musik. So bin ich überzeugt, daß zum Beispiel Ehrgeiz durch einen Reichtum an Emotion ersetzt wird. Und ganz wichtig: Das spielerische Element, das in jedem Menschen steckt, wird neu geweckt. Das drückt sich dann auch im künstlerischen Spiel aus.

Peter Baier im Münchner Merkur am 24. Oktober 1996

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